Wahrlich, eine ganze Zeit lang konnte auf dieser Internetseite keine Neuigkeit gelesen werden. Doch mein Leben war noch lange nicht langweilig. Seit März diesen Jahres wusste ich, dass ich in diesem Jahr noch Vater werde und aus diesem Grund hat sich einiges bei mir im Leben getan.

Aufbruch in eine neue Zukunft

Nun stellte sich uns die Frage, ob meine Liebste nun zu mir nach Nordrheinwestfalen, oder ich zu ihr nach Hessen ziehe. Aus arbeitgebertechnischen Gründen haben wir uns gemeinsam dafür entschieden, dass ich nach Hessen ziehe. Auch wenn eine schwangere Frau bei einer Bewerbung ihre Schwangerschaft nicht angeben muss, baut sich kein gutes Verhältnis auf, wenn man kurz nach der Einstellung in den Mutterschutz geht.

Das Programm bis zur Geburt:
– Meine Liebste unterstützen
– Neuen Arbeitgeber finden
– Neue Wohnung finden
– Alte Wohnungen kündigen
– mein Umzug nach Hessen
– Umzug meiner Liebsten
– Geburtsvorbereitungskurs besuchen
– Standplatz für die Bienen finden
– Imkerverein suchen
– Bienenvölker vernünftig betreuen
– Honig ernten
– Zweiten Kurs zum Thema Bienenhaltung besuchen
– Imkerschulung des Imkerverein Sprockhövel betreuen
– Im Vorstand des Kreisimkerverein Ennepe-Ruhr tätig sein
– An der Honigbewertung teilnehmen (durchstreichen)
– Beim BienENtag tatkräftig mithelfen (durchstreichen)
– Kurs zum Honigsachverständigen im Landesverband Westfalen-Lippe (durchgestrichen)

Verpflichtungen nicht vergessen

Gewiss, in der obigen Liste stehen viele Punkte zum Thema Bienenhaltung, doch ich habe mir viele Dinge davon bereits in 2010 „aufgeladen“ und ich wollte mein Leben nicht auf einen Schlag komplett aufgeben. Mein Fokus konnte leider nicht auf allen Punkten liegen, aber ich habe für mich einen sehr guten Kompromiss gefunden. Wichtig war mir an dieser Stelle, dass ich für meine Freundin da bin, wo ich nur kann. Wir haben in diesem Jahr bis zu zwei Monate komplett im Voraus geplant und dadruch alle Schikanen gemeistert.

Gewohnheiten ändern

Es fällt nicht immer leicht, seine Gewohnheiten zu ändern, denn schließlich ist nicht klar, was einem die Zukunft bringen wird.
Für mich war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Ich könnte sagen: „Ein Sechser im Lotto und mein neuer Arbeitgeber ist die Zusatzzahl.“ (Leicht abgewandeltes Zitat meiner neuen Arbeitskollegin Simone)
Elf Jahre war ich bei meinem ersten und bisher einzigen Arbeitgeber beschäftigt und es wurde Zeit, mich neu zu orientieren. Bisher war ich als Softwareentwickler beschäftigt, der auch als Berater, eher Konfigurator und Administrator, innerhalb Deutschlands bei unterschiedlichen Kunden eingesetzt wurde. Nicht das mir mein bisheriger Job keine Freude bereitet hätte, aber meine neuen Aufgaben sind so vielfältig und dermaßen spannend, dass ich jeden Tag freudig zur Arbeit fahre. Ich bin mir sicher, nein ich weiß es sogar, dass das auch noch eine lange Zeit so bleiben wird.

Zeit, Abschied zu nehmen

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge lasse ich durch meine Entscheidung meine Familie, meine Freunde und Bekannten in Nordrheinwestfalen zurück. Mit meiner Internetseite und allen möglichen sozialen Netzwerken werden wir aber weiterhin in Kontakt stehen. Außerdem sind wir ja nicht aus der Welt sondern nur 260 km weiter weg als zuvor. 😉 Platz für Gäste haben wir allemal und unsere ersten Einladungen werden schon im Frühjahr 2012 ausgesprochen werden.

Familienglück

Hier noch ein paar Worte zum Sechser im Lotto:
1) unser Sohn Karsten,
2) meine Liebste ist nun immer in meiner Nähe,
3) unser eigenes Reihenhaus, wenn auch zunächst gemietet,
4) neue Kontakte wie zum Beispiel der Obst- und Gartenbauverein,
5) weiterhin Felder und Wiesen in greifbarer Nähe,
6) ein toller und naher Standplatz für meine Bienen.

und die Zusatzzahl
– mein neuer Job mit spannenden Herausforderungen und Perspektiven sowie super netten Kollegen